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Marica Gajić lehnte Serbien und Slowenien ab, um für Bosnien zu spielen – als es gar keine Frauenmannschaft gab

Marica Gajić lehnte Serbien und Slowenien ab, um für Bosnien zu spielen – als es gar keine Frauenmannschaft gab

Unsere Basketballerinnen stehen bei der Europameisterschaft im Viertelfinale, wo sie am Mittwoch gegen die Favoritinnen aus Frankreich spielen werden. Eine der prägenden Spielerinnen der Frauen ist Marica Gajić. Ihr Weg in die Nationalmannschaft zeigt ganz eindrucksvoll, was dieses Team ihr bedeutet.

Damals gab es keine Frauennationalmannschaft”, fängt Gajić an. “Ich denke es wäre logischer gewesen für stärkere Länder zu spielen. Als ich dann aber von Harun Mahmutović kontaktiert worden bin und er mir versprach, dass eine Mannschaft gegründet wird und diese an Turnieren teilnimmt, stellte sich mir gar nicht mehr die Frage für Serbien oder Slowenien zu spielen”, erzählte Gajić ihren Weg in die Nationalmannschaft. “Auch wenn diese Teams besser organisiert sind und größere Möglichkeiten bieten, wäre mein Beitrag nicht derselbe. Für die bosnische Nationalmannschaft spiele ich mit einem ganz besonderen Willen, einer besonderen Motivation. Dieses Gefühl ist anders. Das war das entscheidende.”

Dass sie ihre Entscheidung nicht bereut hat, zeigt sich spätestens beim jetzigen Turnier. Während die slowenischen Frauen bereits ausgeschieden sind, ist Serbien ebenfalls im Viertelfinale, wo es gegen Spanien geht. Bei der Eurobasket verzeichnet Gajić 12,5 Punkte pro Spiel, 10,3 Rebounds und zwei Assists, was sehr gute Werte sind. Zum Vergleich: auf Platz eins der Liste liegt Jonquel Jones, welche ebenfalls für Bosnien spielt. Sie macht im Schnitt 20,8 Punkte pro Spiel, 14,5 Rebounds und 3,5 Assists.

Das Spiel gegen Frankreich findet am Mittwoch ab 18 Uhr in Strasbourg, Frankreich statt. Wer spontan möchte, kann sich übrigens noch Tickets holen. Dafür geht es hier entlang.

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