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Glücklicher Punkt für Schalke bei Trainerdebüt – Kolašinac ordentlich auf neuer Position

Glücklicher Punkt für Schalke bei Trainerdebüt – Kolašinac ordentlich auf neuer Position

 Schalke 04 muss sich im Abstiegskracher gegen den FSV Mainz 05 mit einem Punkt zufrieden geben. Die Knappen beginnen gut, lassen aber immer mehr nach.

Der neue Mann an der Seitenlinie von Schalke, Dimitris Grammozis, steht vor einer Herkulesaufgabe. Ziel ist es die Gelsenkirchener in der 1. Bundesliga zu halten. Der erste Schritt sollte und musste gegen den Tabellen 17. aus Mainz gemacht werden.

Grammozis überraschte allerdings noch vor Spielbeginn mit der Startaufstellung. Der Deutsch-Grieche wechselte die Formation von einem 4-2-3-1 auf ein 3-4-1-2. Nächste Überraschung, Sead Kolašinac spielte auf der Sechs.

Für Schalke ging es um 3 Punkte, verlieren verboten. Anders käme man aus dem Abstieg nicht mehr raus.

Es war zu Beginn ein sehr zerfahrenes Spiel. Schalke baute relativ gut auf, wusste aber nicht den Ball an die Offensive zu bringen. Eine Flanke von Kerim Çalhanoğlu, von Robin Zentner per Flugeinlage abgepflückt, die bis dato gefährlichste Situation.

Problem bei Schalke ist die Offensive. Nicht nur, dass man die letzten 8 Bundesligapartien verloren hatte, sonder man erzielte lediglich 4 Tore. Sie legten allerdings eine Schippe drauf. In der 17. Minute schlich sich Mustafi frei und kam nach einer Ecke zum Kopfball, Zentner allerdings mit einer klasse Fußabwehr.

Danach fing Schalke an ein bisschen nachlässiger zu Spielen. Can Bozdoğan verlor den Ball auf höhe der Mittellinie und Mainz konterte. Da Costa brachte den Ball von der rechten Seite in den Schalker 16er, der Abschluss von Leandro Barreiro verpasste knapp das Tor.

Mainz kam immer besser ins Spiel. In der 42. Minute schloss Adam Szalai aus der Drehung einfach mal ab, verpasst aber auch das Tor. Schalke wurde von Minute zu Minute passiver und ließ Mainz frei gewähren.

Kurz darauf verfehlt Szalai den Ball nach einer tollen Flanke. Diese Situation ist ein Mustaerbeispiel für die fehlende Konstantz in der Schalker Abwehr. Wie auch nach den hohen Bällen in Stuttgart, fehlt den Knappen in der Abwehr weiterhin die konkrete Raumaufteilung. Keiner fühlt sich für Szalai zugehörig und der Ungar verpasste knapp.

Es blieb beim 0:0 zu Halbzeit.

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufgehört hatte. Mainz wirkte wacher und kam über Jonathan Burkardt zum nächsten Abschluss, der allerdings abgefälscht wurde und weit über das Tor ging. Trainer Grammozis sah die Stärke von Mainz vor allem in der Laufbereitschaft, Aggressivität und Härte und in den zweiten 45 Minuten wusste jeder was er meinte.

Von Schalkes Willen,  die drei Punkte einzufahren sah man nichts mehr. Mainz blieb dran und Mwene kam zum nächsten Abschluss,erneut verpasste der Ball nur ganz Knapp das Tor. Mainz kam dem ersten Treffer immer näher und näher und dies wäre alles andere als unverdient gewesen.

Natürlich hatte man nicht den kompletten Umbruch in drei Trainingstagen von Grammozis erwarten können. Allerdings kam von Schalke nichts mehr. Mainz blieb über die ganze Zeit bissig und hartnäckig, kam von Chance zu Chance, belohnte sich allerdings mit keinem Tor. Von insgesamt 19 Abschlüssen kamen lediglich zwei auf den Schalker Kasten.

Am Ende biss sich Mainz auf Schalke die Zähne aus. Es blieb beim 0:0, was für beide Teams zu wenig sein dürfte. Zwar befreit sich Mainz vorzeitig von einem direkten Abstiegsplatz, dürfte aber angesichts der mangelhaften Chancenverwertung alles andere als erfreut sein.

Sead Kolašinac wie bereits erwähnt auf der sechser Position, alles in allem mit einer guten Leistung. Er war viel aktiver, brachte sich intensiver ins Spielgeschehen ein, war meistens als Anspielstation erreichbar, auch auf den Ausenbahnen. Einziges Manko, dass er die Bälle noch nicht konkret nach vorne an die Offensive brachte.

Schalke laufen weiterhin Zeit und Punkte davon. Es bleiben vorläufig weiter 8 Punkte bis zum Relegationsplatz. Sollte Bielefeld am Sonntag gegen Union Berlin gewinnen wären es schon 11. Dazu kommt dass die kommenden Gegner alles andere als leicht werden. Kommende Gegner von S04 sind Wolfsburg (A), Mönchengladbach (H) und Leverkusen (A). Es braucht also weiterhin ein „ blaues Schalke Wunder“.

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