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Frankreich schont Stammspieler gegen Kasachstan – droht ein Debakel gegen den Weltmeister?

Frankreich schont Stammspieler gegen Kasachstan – droht ein Debakel gegen den Weltmeister?

Beim 0:2 Auswärtssieg in Kasachstan wurde Frankreich seiner Favoritenrolle gerecht, nachdem es im ersten Qualifikationsspiel nicht über ein 1:1 gegen die Ukraine kam. Besonders brisant aus bosnischer Sicht: zu Spielbeginn tummelte sich bei den Franzosen eine schwächere A-Elf auf dem Feld. Droht nach der Vorstellung gegen Costa Rica ein Debakel? Nicht unbedingt.

Am 31.03. kommt es für die bosnische Nationalmannschaft zum großen Spiel gegen den Weltmeister Frankreich, den man in Sarajevo im Stadion Grbavica empfangen wird. Nach dem Freundschaftsspiel gegen Costa Rica, welches hauptsächlich dazu diente neue Spieler auszuprobieren, und dem 2:2 zum Auftakt gegen Finnland, folgt nun das Spiel gegen den Favoriten auf den Gruppensieg. Doch es ist nicht alles so schlecht, wie es scheint.

  1. Zeit zur Regeneration: da beim Spiel gegen Costa Rica neue Spieler ausprobiert und die Stammspieler geschont wurden, haben diese deutlich frischere Beine. Lediglich Sead Kolasinac, der zwar gegen Finnland nicht von Beginn an ran durfte, spielte gegen Costa Rica. Die Franzosen hingegen spielten zur gleichen Zeit zuhause 1:1 gegen die Ukraine in absoluter Bestbesetzung, um vier Tage später ca. 4800 Kilometer weit in Astana ein 0:2 zu holen. Bereits heute dürften sie wieder mind. 3000 km nach Sarajevo fliegen und haben dadurch nur ein Training vor dem Spiel. Es sei jedoch erwähnt, dass gegen Kasachstan Spieler wie Mbappe (ab 59. Minute), Adrien Rabiot (59. Minute), Moussa Sissoko (ab 82. Minute) und Kingsley Coman (ab 90. Minute) auch nur eingewechselt wurden, die jedoch zum Stammpersonal zählen.
  2. Keine besonders guten Auftritte der Franzosen (bislang): gegen die Ukraine taten sich die Franzosen unheimlich schwer. In 90 Minuten gelangen ihnen lediglich drei Schüsse aufs Tor, von denen einer rein ging. Natürlich hat die Ukraine auch mit allem verteidigt, was sie hat, jedoch dürfte das nicht der Anspruch von Frankreich gewesen sein. Ein Blick in die Statistik zeigt: ganze 40 (!) Flanken waren auf der französischen Seite, lediglich zehn für die Ukraine. 62% zu 38% Ballbesitz untermauern ebenso wie 12 zu 0 Ecken (!) die Dominanz Frankreichs in dem Spiel. Gegen Kasachstan sieht die Statistik nicht sehr viel anders aus: neun Torschüsse, 65% Ballbesitz und neun Ecken, aber trotzdem “nur” zwei Tore. Das zeigt: die Franzosen können ihre Dominanz bislang nicht vollständig auf den Rasen bringen und wenn auf hohem Niveau verteidigt wird, dann ist durchaus was drin für unsere Nationalmannschaft.
  3. Heimvorteil Bosnien und Herzegowina: auch wenn keine Zuschauer zugelassen werden, hat die bosnische Elf in Ruhe trainieren können vor dem Spiel, ist sie doch viel weniger gereist als Frankreich. Dass man durchaus in der Lage ist offensiv was zu machen, haben die letzten Minuten in Finnland gezeigt.
  4. Revanche für die verpasste EM-Qualifikation 2011: wie bereits hier beschrieben, kam es 2011 zu einem skandalösen Spiel. In einer Gruppe mit den Franzosen war die bosnische Nationalmannschaft drauf und dran sich erstmalig für eine Europameisterschaft zu qualifizieren, doch es sollte nicht sein. Ein fragwürdiger Elfmeter ebnete Frankreich den Weg zum Unentschieden, welches für die Qualifikation ausreichen sollte.

Wie bereits erwähnt ist nicht alles so schlecht zu beurteilen, wie es derzeit scheint. In Spielen gegen größere Gegner ist die Nationalmannschaft durchaus in der Lage gute Ergebnisse zu holen. Es wird spannend sein in Sarajevo, mit dem hoffentlich besseren Ende für die Zmajevi!

 

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