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Was wurde aus: Haris Seferovic und Alen Halilovic – zwei unterschiedliche Wege

Was wurde aus: Haris Seferovic und Alen Halilovic – zwei unterschiedliche Wege

In unserer neuen Reihe  “Was wurde aus” wollen wir euch in unregelmäßigen Abständen Spieler vorstellen, die in der Vergangenheit der bosnischen Nationalmannschaft abgesagt haben und schauen, wie sie sich seit dem entwickelt haben. Dabei berücksichtigen wir nur Spieler, die nachweislich Kontakt mit dem bosnischen Verband hatten und nicht jene, die für Bosnien hätten spielen können, jedoch nicht kontaktiert worden sind (wie z.B. Dejan Lovren und viele weitere).

 

Haris Seferovic

Den Anfang macht Haris Seferovic. Er gab sein Pflichtspieldebüt für die Schweiz am 06.02.2013, womit der Zug nach Bosnien für ihn endgültig abgefahren ist. Um ihn gab es sicherlich das größte Theater.

Demzufolge soll er gegenüber sportsport.ba gesagt haben: “Ich habe mit Kapitän Emir Spahic geredet und werde nach Ljubljana kommen. Es ist mir eine grosse Ehre. Ich möchte für Bosnien spielen.” Danach jedoch nahm er Ottmar Hitzfelds Einladung, für die A-Mannschaft der Schweiz zu spielen, an. Was hinter den Kulissen geschah ist nicht bekannt, jedoch erzürnte es Edin Dzeko, der folgendes auf Twitter veröffentlichte:

Hintergrund: Damals entschied sich Senad Lulic, der ebenfalls für die Schweiz auflaufen durfte, für Bosnien. Izet Hajrovic gab an, dass er “für die Schweiz spielen” will und legte gleich gegen unseren Kapitän nach: “Würde Ibrahimovic für Bosnien spielen, wäre Dzeko nichtmal in der Nationalmannschaft.”

Seit dem sind fünf Jahre ins Land gezogen und mittlerweile hat sich Seferovic als Schweizer Nationalspieler etabliert, während der Großteil der Fans Izet Hajrovic das Tor in Zilina, welches die Tür zur ersten WM-Teilnahme aufgestossen hat, dankbar ist. Seferovic selbst hat seit jeher 47 Spiele für die Schweiz gemacht und elf Tore erzielt. Damals stand er bei Florenz unter Vertrag und mittlerweile ist er über die Stationen Real Sociadad sowie Eintracht Frankfurt bei Benfica Lissabon gelandet. Mit der Schweiz nahm er an der WM 2014 und EM 2016 teil, für die WM 2018 konnte man sich ebenfalls qualifizieren.

Alen Halilovic

Der Hochbegabte Alen Halilovic, Sohn des ehemaligen Nationalspielers Sead Halilovic, entschied sich für Kroatien und gegen Bosnien. Vor vier Jahren haben sich sämtliche europäische Top-Vereine um ihn bemüht, nachdem er als Talent bei Dinamo Zagreb durchstartete. Er entschied sich den Schritt aus der kroatischen Hauptstadt nach Barcelona zu machen. In der Folge steigerte sich sein Marktwert auf 10 Mio. € (gemäß transfermarkt.de). Seitem stagniert seine Entwicklung.

Er spielte ein Jahr in der B-Mannschaft, ehe er zu den Profis hochgezogen wurde. Dort konnte er sich nicht durchsetzen, weswegen er umgehend an Sporting Gijon verliehen wurde. Dort kam er in wettbewerbsübergreifend 37 Spielen zum Einsatz. Ihm gelangen dabei fünf Tore und ebenso viele Vorlagen. Anschließend verkaufte Barcelona ihn (Mit Rückkaufoption) dem Hamburger SV in die Bundesliga, wo gar nichts klappte. Er kam in nur sieben Spielen zum Einsatz und ist seit einem Jahr an UD Las Palmas ausgeliehen. Auch diese Leihe hat nicht den gewünschten Effekt gebracht. In der laufenen Spielzeit reichte es für ihn nur für zehn Einsätze. Er traf ein Mal und gab zwei Vorlagen.

In der kroatischen Nationalmannschaft läuft es ebenfalls nicht mehr rund. Er wurde letztmalig am 27.05.2016 eingesetzt und ist aktuell sogar “nur” U21-Nationalspieler.

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