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Vedad Ibisevic: Der coolste Kapitän der Liga

Vedad Ibisevic: Der coolste Kapitän der Liga

Berlin

Ein Interview auf dem Fahrrad und mit Helm in der Hand – klingt ungewöhnlich? Ist es auch! Aber das kann man sich als neuer Kapitän und als wahrscheinlich coolster Kapitän der Liga ruhig erlauben, dachte sich wohl auch Vesad Ibišević

Am Tag nach dem Elferkrimi im Pokal stand für die Profis bzw. Stammspieler von Hertha BSC Berlin eine lockere Runde Fahrradfahren auf dem Programm. Plötzlich kommt Vedo (Ibišević) vor die Journalisten, hält an und fragt “Wollen wir gleich hier sprechen? Ich setze mal den Helm ab.” In Anbetracht der Tatsache, dass er quasi frisch aus dem Elferkrimi kommt ein überraschend lockerer Auftritt von ihm. Für ihn kommt die Fragerunde nach seinem ersten Pflichtspiel als Kapitän gerade recht.

Im Spiel gegen Regensburg musste er seinen Mitspieler John Brooks beruhigen, der ansonsten auf gutem Wege war die rote Karte zu sehen. Mit Erfolg. Ibišević: „Ich würde auch sonst so reagieren. Das war eine unnötige Szene. Ich wollte Schlimmeres verhindern.“ Anschließend redete er mit dem Schiedsrichter, da zwei seiner Mitspieler, Sebastian Langkamp und Brooks die gelbe Karte bekommen haben, wegen Meckerns bzw. Schubsens, obwohl Vladimir Darida zuvor gefoult wurde. „Das fand ich ein bisschen hart. Deswegen habe ich es dem Schiri noch mal gesagt“, erklärt der Stürmer. Was auffiel: Er war vollkommen abgeklärt. Anders, als man es von unserem temperamentvollen Stürmer vielleicht erwartet hätte, da er selbst schon das ein oder andere mal über das Ziel hinausschoss.

„Die Binde wirkt auf mich etwas beruhigend. Ich habe das Gefühl, dass ich es so machen muss“, sagt er ehrlich. Trotz des zwischenzeitlichen 0:1 Rückstands wurde das Team unter seiner Leitung nicht hektisch oder nervös.Foto: berline-kurier,de

Ibisevic denkt kurz nach, hat seine beiden Hände am Radlenker, greift in die Bremshebel und sagt: „Auch nach dem 0:1 war ich mir sicher, dass wir unser Tor noch machen. Ich dachte sogar, dass wir zwei schaffen. Das hat dann aber nicht geklappt. Also mussten wir ins Elfmeterschießen.“

Und was macht man da als Kapitän? Richtig: Verantwortung übernehmen. Hat er getan. „Ich wollte entweder als Erster oder als Letzter schießen. Bei der anschließenden Seitenwahl habe ich entschieden, dass wir zuerst schießen. Also ich“, erklärt er die Szene beim Elferkrimi. Er traf im Stile eines echten Torjägers.

Ibišević: „Ich freue mich riesig, dass wir im Pokal weitergekommen sind. Das gibt uns einen Schub für die nächsten Wochen.“ Dann tritt er in die Pedale und weg ist er.

Quelle: berliner-kurier.de

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