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Talent Jakupovic im Interview: “Der bosnische Verband hat mich kontaktiert”

Talent Jakupovic im Interview: “Der bosnische Verband hat mich kontaktiert”

Wie bosnische Medien in Erfahrung gebracht haben wollen, ist Robert Prosinecki in Italien unterwegs, wo er einige Nationalspieler, aber auch Kandidaten unter die Lupe nehmen will. In letztere Kategorie fällt Arnel Jakupovic von Juventus Turin, dessen Interview mit sportsport.ba wir euch nicht vorenthalten werden.

Am 29. Mai 1998 kam Jakupovic in Österreich zur Welt. Seine Laufbahn begann bei Austria Wien, wo er auch zum Jugendspieler Österreichs reifte. Über die Stationen Middlesbrough und Empoli kam er zu Juventus Turin, bislang noch in der “Primavera”, der Jugendmannschaft.

Da er noch kein Pflichtspiel für die A-Nationalmannschaft Österreichs gemacht hat, ist er auch für die bosnische Nationalmannschaft spielberechtigt. Unser Verband scheint sich nun auch um ihn bemüht zu haben, was er im Interview mit sportsport.ba bestätigt.

“Ein Teil von einem Verein wie Juventus Turin zu sein ist ein wahr gewordener Traum für mich. Bis gestern habe ich die Mannschaft nur im Fernsehen sehen können, jetzt bin ich ein Teil von ihr. Es ist schwer zu beschreiben, was das für eine Erfahrung ist. Ich bin froh, dass ich die Chance habe mich hier beweisen zu können. Ich werde meine bestes geben, mal sehen wie weit ich komme”, zeigt er sich stolz, Spieler bei Juventus zu sein.

Einer der Gründe für den Wechsel von Empoli zu Juventus ist die mangelnde Spielpraxis bei seinem Ex-Verein.

“Bei Empoli war ich in der ersten Mannschaft, aber ich habe nicht so viel Einsatzzeit bekommen, um mich zeigen zu können. In meinem Alter ist es wichtig, dass ich viel spielen kann. Unter anderem deswegen bin ich zu Juventus gegangen und ich bereue meinen Wechsel nicht”, sagt der Mittelstürmer. In bislang vier Spielen gelangen dem 1,89m großen Stürmer drei Tore sowie eine Vorlage. Er machte alle vier Spiele über die komplette Distanz. Zum Vergleich: bei Empoli hat er ebenfalls vier Einsätze gehabt, kam jedoch auf insgesamt 32 Minuten Einsatzzeit. Nicht der schlechteste Start bei Juventus, das sich eine Kaufoption gesichert hat.

Auch sind die Trainingsbedingungen und Mitspieler bei Juventus von anderer Qualität als bei Empoli. “Manchmal passiert es, dass ich drei bis vier Mal die Woche mit Pjanic, Mandzukic und dem Rest der ersten Mannschaft trainiere. Für mich waren sie bislang große Stars, aber mittlerweile kann ich sagen, dass sie genauso große Menschen sind. Sie sind authentisch und da für mich, falls ich was brauche.”

Für ihn ist es nicht von Nachteil, dass er mit Miralem Pjanic einen Landsmann in der ersten Mannschaft hat. “Mire [Miralem Pjanic, Anm. d. Red.] ist immer da für mich. Von ihm kann ich viel lernen, ob ich ihm nur zusehe oder seine Ratschläge befolge. Gott sei Dank ist er zur gleichen Zeit wie ich bei Juventus. Ich bin ihm sehr dankbar.”

Dass sich Österreich und Bosnien um ihn “streiten”, ist ihm bewusst. Festlegen will er sich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht. “Es wird viel darüber berichtet, dessen bin ich mir bewusst. Mich haben beide Seiten kontaktiert, aber er ist noch zu früh für eine Entscheidung. Ich werde mit beiden Gespräche führen.”

Auf die Frage, ob er die bosnische Nationalmannschaft verfolgt und wenn ja, wie sehr, sagte er: “Genauso sehr wie alle anderen. Ich schaue mir die Spiele an und kann fast alle Spieler nennen. Wen ich hervorhebe? Dzeko, Pjanic, Kolasinac und Besic. Sie alle haben sich in Europa einen Namen gemacht.”

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