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Sejad Salihović: Karriere am Ende?

Sejad Salihović: Karriere am Ende?

Sejad Salihović kehrte nach einer eher erfolgslosen Zeit bei Beijing Renhe dem Abenteuer China den Rücken. In der letzten Winter Transferperiode wechselte er zum schweizer Super-Ligisten FC St. Gallen. Salihović erhoffte sich durch den Wechsel wieder zu mehr Spielpraxis auf europäischem Niveau zu kommen. Doch das Gastspiel in der Schweiz könnte ein weiteres dunkles Kapitel in seiner Geschichte werden.

 

Sejad Salihović ist ein begnadeter Freistossschütze und spielte bei Hertha BSC und bei der TSG Hoffenheim in der deutschen Bundesliga. In der bosnischen Nationalmannschaft war er Teil der “Goldenen Generation”, die sich 2014 erstmalig für eine WM qualifizierte. 2008 war sein fussballerisch bedeutendstes Jahr. Mit der TSG Hoffenheim wurde er überraschend Wintermeister und Salihović spielte auf seinem höchsten fussballerischem Niveau. Salihović schlug sogar ein Vertragsangebot des FC Bayern aus. Stattdessen folgte 2015 ein Wechsel zu Beijing Renhe nach China. Ein weiterer Fussballer war dem Lockruf des chinesischen Geldes erlegen.

Salihović verstärkte ab der Rückrunde das Team von Beijing Renhe. Den Abstieg konnte auch er nicht verhindern. Nach dem Abstieg wurden neue Ausländer verpflichtet und Salihović kam fortan nur noch in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Auch das Leben in China fern ab von seiner Familie ist nicht berauschend. Im Winter 2017 erfolgte konsequenterweise ein Wechsel zum schweizer Super-Ligisten FC St. Gallen. Salihović wurde beim Transfer als „der goldene Linksfuss“ von den St. Galler Fans und der schweizer Presse gefeiert. Er erhoffte sich durch diesen Wechsel wieder zu mehr Spielpraxis in Europa zu kommen. Inoffiziell schielte er auch auf eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga und in die bosnische Nationalmannschaft. Doch es kommt nun alles anders.

In den neun Rückrundenpartien des FC St. Gallen kam Salihović bisher in sechs Spielen zum Einsatz. Beim genauen analysieren kann man feststellen, dass er jedoch nur in 70 Minuten von den möglichen 810 Minuten gespielt hat. In einem Interview mit dem St. Galler Tagblatt bescheinigt Joe Zinnbauer, Trainer des FC St. Gallen, dass Salihović hohe Leaderqualitäten besitzt und das solche Spieler auch auf der Ersatzbank sehr wichtig seien. „Ich weiss, dass er uns etwas bringt, wenn ich ihn einsetze.“ Für den 32-jährigen Salihović sei es aber derzeit schwierig, seinen Platz in einem funktionierenden Kollektiv zu finden.

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