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Salihamidzic: “FC Bayern war schon als junger Bursche mein Ziel und Traum!”

Salihamidzic: “FC Bayern war schon als junger Bursche mein Ziel und Traum!”

Hasan „Brazzo“ Salihamidzic kam 1998 ablösefrei als 21-Jährige vom Hamburger SV zum FC Bayern München. Der Sinn hinter diesem Transfer erschloss sich nur den wenigsten Experten, galten Akteure in diesem Alter damals noch als viel zu jung für die mit viel Erfahrung gespickten Münchner. Er strafte seine Kritiker Lügen – und blieb neun Jahre bei den Bayern. Ein Bericht von fussball.news.

 

Kindheitstraum FC Bayern münchen

„Der FC Bayern war als junger Bursche mein Ziel und mein Traum, dafür habe ich alles getan“, blickte Hasan Salihamidzic auf seine Anfänge in München im kicker zurück. Er hätte als damals 21-Jähriger beim HSV bleiben und sich weiterentwickeln können, „doch ich bin froh, mich für Bayern entschieden zu haben.“ Das größte Lob galt Ottmar Hitzfeld, „der fußballerisch und menschlich“ ein sensationeller Trainer gewesen sei.

„Brazzo“, das Bürschchen, wie er liebevoll genannt wurde, war bei den ganz großen Momenten der Neuzeit dabei. Begonnen hat alles mit dem „Sekundentod“ 1999 im Champions-League-Finale gegen Manchester United, als die Red Devils in der Nachspielzeit die Partie zu einem 2:1 drehten. „Diese Erfahrung war für unser Teambuilding richtig gut“, erinnerte er sich. Oliver Kahn und Stefan Effenberg, die „Typen“ im Team, wären in dieser Zeit vorangegangen und hätten die Mannschaft zusammengehalten nach dem traumatischen Erlebnis.

2000 wächst Haching über sich hinaus und hilft dem großen Nachbarn

2000 gab es die erste Belohnung in Form einer unerwarteten deutschen Meisterschaft. Am letzten Spieltag mussten die Münchener gewinnen und auf einen Ausrutscher von Bayer 04 Leverkusen bei der bereits geretteten SpVgg Unterhaching hoffen. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt“, sagte Salihamidzic und freute sich darüber, dass die Zielsetzung – in der ersten Viertelstunde gegen den SV Werder Bremen zwei, drei Tore zu erzielen – erfüllt wurde. „Haching ist dann über sich hinausgewachsen, eine Eigendynamik entwickelte sich“, so der heute 40-Jährige. Die Folge: Leverkusen verlor mit 0:2, die Bayern wurden dank eines 3:1 Meister.

2001 – der „last-second-Titel“

Noch dramatischer wurde es 2001. „Eine Meisterschaft in der letzten Minute, verrückt. Das wird es vielleicht nie mehr geben“, vermutete er. Der FC Schalke 04 hatte seine Partie bereits beendet und Unterhaching mit 5:3 besiegt, fast zeitgleich ging der Hamburger SV in der 90. Minute mit 1:0 gegen die Münchener in Führung. Doch wie die Bayern so sind, fanden sie noch eine Antwort in Form von Patrik Andersson, der den Ball in der vierten Minute der Nachspielzeit zum vielumjubelten Ausgleich in die Maschen drückte – Meisterschaftsdramen, die heute undenkbar erscheinen.

Karrierehighlight Champions-League-Sieg

Zum Karrierehighlight kam es dann vier Tage später, als die Königsklasse gegen den FC Valencia im Elfmeterschießen gewonnen wurde. „An dem Abend hat alles gepasst“, zeigte sich Salihamidzic stolz und gab zu: „Ich weiß aber nicht, was aus einigen von uns geworden wäre, wenn wir das Finale 2001 auch verloren hätten.“

„Brazzo“ hat „mia san mia“ inhaliert

Sein Weg wäre wohl ungebremst weiter gegangen. Ob Hitzfeld oder Nachfolger Felix Magath – „Brazzo“ war gesetzt. Auch heute ist er noch für die Bayern unterwegs und arbeitet zusammen mit Giovane Elber und Bixente Lizarazu als Botschafter des Vereins. „Es ist eine große Ehre für uns, die Farbe, die Ideale und die Historie des FC Bayern in die ganze Welt zu tragen“, frohlockte Salihamidzic und ging noch einen Schritt weiter: „Mia san mia ist nicht nur ein Spruch, man muss es leben. Wir drei haben das verinnerlicht.

 

 

 

Quelle: Fussball.news / Autor: Christopher Michel

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