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Muss Morata auf die Bank? Wie Chelsea mit Edin Dzeko spielen könnte

Muss Morata auf die Bank? Wie Chelsea mit Edin Dzeko spielen könnte

Chelseas Stürmersuche in diesem Winter brachte mitunter Namen hervor, die den Fans der Blues – bei allem Respekt – nicht wirklich gefallen haben dürften: Stokes Peter Crouch, West Hams Andy Carroll oder Burnleys Ashley Barnes wurden gehandelt. Nicht falsch verstehen, allesamt Angreifer, die ihre Qualitäten haben. Aber für die Ansprüche des englischen Meisters dann eben doch zu wenig.

Der Name Edin Dzeko klingt in den Ohren der Chelsea-Anhänger schon deutlich besser. Die Blues stehen kurz davor, den 31-jährigen Bosnier via Doppeltransfer von der Roma nach London zu holen , zusammen mit Linksverteidiger Emerson wird der Coup die Engländer wohl gut 57 Millionen Euro kosten. Michy Batshuayi dürfte Chelsea dann verlassen, wird wohl an den FC Sevilla verliehen.

Aber muss auch Alvaro Morata, bislang eindeutig Stürmer Nummer eins im Team von Antonio Conte, um seinen Platz fürchten? Dzeko ist jedenfalls ein ähnlicher Spielertyp wie Morata, auch einer, der, wie es Conte mag, als Fixpunkt des gesamten Teams in vorderster Front agieren kann. Die Kollegen von Goal.com haben sich angeschaut, wie Chelsea mit dem früheren Wolfsburger auflaufen könnte.

3-4-3

Foto: Goal.com

Im 3-4-3-System mit einer echten Spitze und zwei häufig nach innen kappenden Außenstürmern könnte sich Morata nach der Ankunft Dzekos auf der Bank wieder finden. Der Bosnier hat jedenfalls Qualitäten, die genau auf diese Formation zugeschnitten sind.

Dank seiner physischen Präsenz kann Dzeko mehrere Verteidiger gleichzeitig beschäftigen und binden, ist Anspielstation für Flanken aus dem Halbfeld, die er verarbeiten und an Eden Hazard und Co. weiterleiten kann. Aufgrund seiner guten Technik könnte Dzeko auch am Boden gut mit seinen flinken Nebenmännern kombinieren und harmonieren.

Sollte sich Conte für Dzeko als Neuner im 3-4-3 entscheiden, sind Moratas Chancen auf einen Stammplatz zwar gesunken, aber nicht gänzlich dahin. Der Spanier käme angesichts seiner Spritzigkeit und Ballfertigkeit auch als Mann für den linken Flügel in Frage. Eine Rolle, die er auch bei Juventus oder Real Madrid schon hier und da ausgefüllt hat.

 

 

3-5-2

Foto: Goal.com

Das 3-5-2 hat sich in dieser Saison mitunter zu Chelseas bevorzugter Formation gemausert. Im 3-4-3 traten die Blues, vor allem in Spielen, in denen N’Golo Kante fehlte, allzu oft defensiv anfällig auf. Im 3-5-2 mit verdichtetem Mittelfeldzentrum wirkt Chelseas Spiel gefestigter.

Dzeko wäre hier auf dem Papier einer von zwei Angreifern, wenngleich Hazard seine Rolle eher als verkappte Neun interpretiert, die gerne die ganze Breite des Spielfelds nutzt, das Verbindungsstück zwischen Defensive und Offensive und bei Kontern meist die treibende Kraft ist.

Conte nutzt das System vor allem gegen die Top-Teams, gegen die großen Kaliber. Für Dzeko käme es hier darauf an, gut mit Hazard zu harmonieren, was aufgrund der Spielintelligenz des Bosniers rasch umsetzbar sein dürfte. Zudem wichtig ist eine gute Verbindung zu den zentralen Mittelfeldspielern, allen voran Cesc Fabregas, deren Passwege Dzeko verstehen und annehmen muss, um für Anspiele in die Tiefe bereit zu sein.

 

4-2-4

Foto: Goal.com

Als Startformation ist das 4-2-4 eher unwahrscheinlich. Conte dachte zu Beginn seiner Amtszeit an der Stamford Bridge ob der starken Außenbahnspieler der Blues darüber nach, auch weil er es einst als Coach von Bari erfolgreich praktiziert hatte. Letztlich befand er das 4-2-4 dann aber doch für zu offen in der Defensive.

Während eines Spiels, vor allem in Rückstand, hat sich Chelsea dieses Systems aber sehr wohl schon angenommen. Morata und Dzeko könnten hier gemeinsam stürmen, weil Platz für zwei zentrale Angreifer ist, die von flinken Flügelspielern rechts und links flankiert werden.

Morata, weil beweglicher als Dzeko, würde im 4-2-4 als Fixpunkt agieren, als Kombinationsspieler der zwei Zentrumsstürmer. Essentiell wäre dann ein perfektes Verständnis zwischen Dzeko und Morata, denn vergangene Saison – mit Batshuayi und Diego Costa – hatte dieses Experiment nie eine wirkliche Strahlkraft.

 

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