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Investieren die Bayern in’s Koševo?

Investieren die Bayern in’s Koševo?

Foto: sa-c.net | Quelle: Anadolu Agency

Der Bürgermeister des Stadtteils “Centar” in Sarajevo, Nedžad Ajnadžić, hat gegenüber der Anadolu Agency bestätigt, dass man sich mit Vertretern von Bayern München zusammensetzen wird um über eine mögliche Investition in das Olympiastadion Koševo zu diskutieren

“Wir wollen, dass die Nationalmannschaft ihre Spiele im Stadion Koševo austrägt. Desweiteren liegt es in unserem Interesse das Stadion so zu rekonstruieren, dass es die Anforderungen der UEFA und FIFA erfüllt. Der Platz innerhalb und außerhalb des Stadions soll neu gemacht werden. Ich appelliere an an das Zentrum für Sport und Regeneration alle benötigten Mittel für die Rekonstruktion des Stadions langsam zusammenzutragen”, sagte Ajnadžić.

Wie er sagt, steht das Investieren in das Stadion ganz oben auf der Liste der Prioritäten. Seiner Vorstellung nach sollen ein Hotel, unterirdische Garagen und Schwimmbäder entstehen.

“Ich kann bestätigen, dass uns die Vertreter von Bayern München ihr Wort gegeben haben um über eine Investition zu reden. Darauf sind wir stolz und es wird uns eine Ehre sein, diese Chance zu bekommen und vielleicht auch zu ergreifen. Dieses Mega-Projekt wird jedoch nur durch öffentliche oder private Gelder finanziert werden können, außerdem ist eine Konzession nötig. Wir werden uns nach dem richten, was dem Investor besser gefällt und für uns ebenfalls einfacher zu realisieren ist. Es liegt in unserem Interesse die Investition zu kriegen, damit wir u.a. auch den jungen Leuten, die auf Arbeit warten, welche geben können”, enthüllte Ajnadžić seine Pläne.

UPDATE 04.11.2016

Nachdem wir bereits darüber berichteten, dass die Rekonstruierung des Stadions Koševo geplant ist und Vertreter von Bayern München sich mit Vertretern der Stadt Sarajevo zusammensetzen werden, taucht ein Bild auf. Desweiteren äußern sich weitere Entscheidungsträger.
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Bislang hat sich Jasmina Polić, die Direktorin des Zentrums für Sport und Regeneration, das für die Instandhaltung des Stadions verantwortlich ist, mehrmals bezüglich einer Rekonstruktion o.ä. geäußert, und es endete immer gleich – nämlich gar nicht, weil die Idee keine Befürworter hatte.

Nichtsdestotrotz scheint es diesmal anders zu sein. “Dieses Thema ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen, aber nun hat sich die Gemeinschaft Centar eingeschaltet, die der eigentliche Eigentümer ist. Bislang hat immer jemand gefehlt, der alle Ideen und Vorschläge hätte umsetzen können. Das Stadion ist ein wichtiges Objekt und es muss Instand gehalten werden, damit die Stadt das Stadion hat, welches sie verdient”, so Polić.

So könnte das Stadion aussehen:

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Was der N/FSBiH tun muss

Mehr Informationen wird man bis nächste Woche Samstag wahrscheinlich nicht erhalten. Es ist ein internes Meeting der Gemeinschaft Zentrum geplant, in dem natürlich über dieses Thema gesprochen wird. Das wichtigste Meeting sollte jedoch am Montag abgehalten werden, denn dann kommen Vertreter des N/FSBiH ins Spiel.

Dann wird die Frage gestellt werden, wie der Verband am Projekt teilnehmen kann.
“Bislang haben wir überhaupt gar keine Informationen. Was ich bestätigen kann ist, dass wir zu dem Meeting eingeladen wurden. Wer dort sein wird, das wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass das Thema die Rekonstruierung des Stadions sein wird. Alles andere werden wir dort erfahren, dann kann ich auch mehr sagen”, sagte Jasmin Baković, der Generalsekretär des N/FSBiH, gegenüber avaz.ba.

Potenzielle Investoren

Von Interesse seitens Bayern Münchens weiß Polić bislang nichts.

“Ich weiß nicht worum es genau geht, diese Frage müssen Sie Herrn Ajnadžić stellen, aber ich möchte glauben, dass etwas dran ist. Diese Idee sollte Investoren anziehen und dann wird darüber entschieden, wie man das Ganze realisieren könnte. Wer die Investoren sein könnten, das weiß ich nicht, aber es ist gut, dass die Gemeinde sich an das Projekt gesetzt hat”, so der aktuelle Wissensstand von Polić.

Nutzen für die Stadt und die Nationalmannschaft

Dieses Thema ist ein langjähriges, welches kein Ende zu haben schien. Doch nichtsdestotrotz ist es ein Fakt, dass das Stadion, in welchem vor 22 Jahren die olympischen Winterspiele eröffnet wurden, ein neues Gesicht erhalten muss.

Doch solch ein Stadion braucht auch die Nationalmannschaft. Es ist eine schöne Randnotiz, dass in das Stadion Bilino polje in Zenica viel investiert wurde, aber dass vonseiten des N/FSBiH lediglich etwas mehr als 6.000 Karten angeboten werden können ist eine nicht zufriedenstellende Tatsache. Der Verband könnte an Spielen, die im Koševo gespielt würden, deutlich mehr verdienen und auch die Spieler auf dem Feld hätten die Unterstützung von gut 20.000 bis 25.000 Zuschauern.

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