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Dzeko schwärmt: “Die Premier League ist das Nonplusultra”

Dzeko schwärmt: “Die Premier League ist das Nonplusultra”

In einem Interview mit dem “kicker” sprach der Bosnier, der mit seiner Landesauswahl die Qualifikation für die WM-Endrunde in Russland verpasst hat, über den Fußball in Italien, die Unterschiede zwischen den Top-Ligen und den Transferwahnsinn.

Zum Duell mit dem Erzrivalen Lazio Rom äußerte sich Džeko zum Stellenwert des Derby della Capitale in der ewigen Stadt. “Die Tifosi hier sind unglaublich fanatisch, und der Fußball trägt manchmal vielleicht eine zu bedeutende Rolle”, bemerkte der Stürmer, der zugleich betonte, dass “das Gefühl, vor ihnen zu spielen, faszinierend” sei.

Überhaupt schwärmte der amtierende Torschützenkönig der Serie A vom italienischen “Calcio”: “Ich habe hier Dinge gelernt wie nirgendwo sonst zuvor. Fantastisch, wie geschult jeder Trainer ist und akribisch bis in das kleinste taktische Detail alles ausarbeitet. Zweieinhalb Jahre Serie A haben mich als Fußballer ohne Frage verbessert.”

Premier League? “Das Nonplusultra – totaler Fußball”

Vor seinem Wechsel nach Rom stand Džeko bereits beim VfL Wolfsburg und bei Manchester City unter Vertrag. Der Routinier hat große Unterschiede zwischen den Top-Ligen in Italien, England und Deutschland erkannt.

“In der Premier League ist es ausgeglichener, da sechs Teams das Zeug zum Titel haben. Das sieht in der Bundesliga anders aus, weil sich die Bayern höchstens selbst schlagen können”, so der Kapitän der bosnischen Nationalmannschaft, der ein klares Urteil fällte: “England halte ich immer noch für das Nonplusultra. Vielleicht nicht in puncto Taktik oder Technik, doch alles läuft mit vollem Einsatz im zehnten Gang ab – totaler Fußball.”

In der Serie A sei ein grundlegend anderer Stil gefragt. “In Italien duellieren sich die Teams vielmehr im Taktikstudium”, erklärte Džeko, der die Turiner Dominanz anerkannte: “Hier ist Juve seit 2011 eine Nummer zu groß für die anderen. Sie haben zum Beispiel 90 Millionen Euro für Higuaín gezahlt. Wenn du solche Summen investierst und nicht gewinnst, dann stimmt etwas nicht.”

Kein Verständnis für Ablösewahnsinn

Für die wahnwitzigen Summen, die zuletzt von Vereinen wie Paris Saint-Germain oder ManCity für frische Kräfte gezahlt wurden, zeigte der Goalgetter indes kein Verständnis.

“Kein Spieler dürfte eine solche Ablöse kosten. Vor sechs Jahren bekamen die Klubs für 30 Millionen einen Topstürmer, nun musst du 50 Millionen für einen Verteidiger zahlen. Aber so ist das jetzt eben, der Fußball hat sich entschieden, eine pure Businessrichtung einzuschlagen”, kritisierte der politisch engagierte Profi, der einen Vergleich heranzog: “Manche Vereine leisten sich 100 Millionen für einen Spieler, mit demselben Geld könnte man woanders ein ganzes Land nach vorne bringen.”

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