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Interview

BNM-Interview mit Adi Mehremić

BNM-Interview mit Adi Mehremić

Wie wir bereits angekündigt haben, stellen wir euch einen Spieler vor, den nicht jeder kennt. Die Rede ist vom 26-jährigen Innenverteidiger Adi Mehremić, welcher zurzeit beim ukrainischen Ersligisten Karpaty Lviv unter Vertag steht.

Adi wurde im April 1992 in Sarajevo geboren und war, schon seit klein auf, fasziniert vom Fußball.

Mehremić begann im Jahr 2011 seine Profikarriere bei Velež Mostar und wechselte ein Jahr später zu Olimpik Sarajevo. Von Sarajevo aus nahm sein Weg als Fußballer seinen Lauf. Er spielte für Ruzomberok (Slowakei), Spartaks (Lettland), Mistek (Tschechein), FK Senica und kurz darauf für Spartak Myjava (Slowakei beide).

Foto: sportske.ba

Danach fand er sich in den Reihen des österreichischen Bundesligisten SKN St. Pölten wieder, ehe er im Jahr 2017 nach Sarajevo zurückkehrte, diesmal jedoch im Trikot des FK Željezničar.

Von seiner Kraft, seinem Können als Verteidiger und auch seinem Spielstil überzeugt wurde er schließlich letztes Jahr vom ukrainischen Erstligisten Karpaty Lviv verpflichtet. Lviv befindet sich zurzeit mit 17 erreichten Punkten auf dem 10. Tabellenplatz, aber auch im Abstiegskampf.

Wir haben mit Adi Mehremić Kontakt aufgenommen und ihm einige Fragen gestellt.

Danke Adi, dass du dir Zeit genommen hast, für unser Portal zu sprechen.

Interviewer: Abdulah Haznadarević

Ihr befindet euch Gerade in den Vorbereitungen für die Rückrunde in der ukrainischen Liga, welche sehr schwierig wird, wenn man den derzeitigen Tabellenplatz von Karpaty in Betracht zieht. Wie geht ihr als Team die ganze Sache an?

“Ja wir sind zurzeit in der Türkei und bereiten uns für die Rückrunde vor. Wir haben in der Liga die Chance auf die Top-6 verloren, aber wir sind noch immer im Viertelfinale des Pokals wo wir gegen einen Zweitligisten spielen. Dies bietet uns die Chance, ins Viertelfinale zu ziehen.”

Wir haben deine Leistungsdaten etwas genauer unter die Lupe genommen und sehen, dass du in der laufenden Saison 16 Einsätze im Trikot von Lviv hattest. Zudem konntest du sogar ein Tor erzielen und zwei Assists geben. Wie viel Vertrauen hat dein Trainer in dir, erhoffst du dir mehr Spielzeit?

“Ja, das ist richtig ich hatte eine gute Hinrunde, ein Tor und zwei Assists. Ich hoffe ich mach es weiter so in der Rückrunde und erhöhe die Statistik noch mehr.”

Als Profi-Spieler kennst du dich ja mit Gewinnen und Verlieren aus. Hast du Strategien, mit Niederlagen umzugehen beziehungsweise wie munterst du dich selbst nach einem schlechten Spiel oder einer Niederlage auf?

“Im Profifußball und auch im normalen Leben musst du immer dein Ziel vor Augen haben. Auch wenn es manchmal nicht so läuft wie du willst, musst du immer weiter machen und kämpfen. Für mich sind vor allem der Glaube an Gott und meine Familie die größte Stärke für alles.”

Foto: scsport.ba

Wie bist du zum Fußball gekommen und wer war bis jetzt sein unangenehmster Gegenspieler?

“Ich komme aus einer sportlichen Familie. Mein Vater war Profifußballer (FK Sarajevo, Velež Mostar, Jedinstvo Bihać, Radnik Hadžići, in Deutschland mehrere Vereine in der Regionalliga) und meine Mutter spielte Handball als Profi (Nationalmannschaft und für ŽRK Željezničar).

Meine unangenehmsten Gegenspieler waren Tsygankov von Dynamo Kiev und Marlos von Shaktar Donetzk.”

Slowakei, Lettland, Bosnien & Herzegowina, Tschechien, Österreich und nun die Ukraine. In den höchsten Spielklassen dieser Länder hast du schon gespielt. Wenn man alle Ligen und die Vereine für die du schon gespielt hast vergleicht, welche war die anspruchsvollste und anstrengendste. Welche Spielzeit hat dich die meiste Kraft gekostet?

“Die Anspruchsvollste war mit Sicherheit die österreichische Bundesliga und jetzt die Premier League in der Ukraine. Aber die mit Abstand anstrengendste war die bosnische Premijer Liga aufgrund der schlechten Spielfelder und dem untypischen taktischen Verhalten der Gegner.”

Was macht für dich persönlich einen guten Fußballer aus und hast du ein bestimmtes Ritual vor jedem Spiel?

“Ich mag Fußballer, die das Gefühl fürs Spiel haben und diese, die eine Besonderheit haben, welche sie auch auszeichnet. Nehmen wir Sergio Ramos als Beispiel. Zu Beginn seiner Karriere machte er viele Fehler, blieb jedoch auf seinem Weg und wurde immer stärker.

Ich bete immer vor dem Spielanfang, das ist so mein Ritual.”

Zum Abschluss würden wir von dir gerne wissen, welche Ziele du für die Zukunft hast und was du machst, wenn du nicht Fußball spielst?

“Meine Ziele sind gesund zu bleiben und mich weiter zu entwickeln, mal sehen was nach meiner Karriere passiert. Sicher ist, dass ich im Fußballgeschäft bleiben werde, ob Coach oder Agent wird sich noch ergeben.”

 

www.bnm.ba

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