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Danke, dass du uns mit unserer Nationalmannschaft bekannt gemacht hast, Simunovic!

Danke, dass du uns mit unserer Nationalmannschaft bekannt gemacht hast, Simunovic!

Der Fall Jozo Simunovic erregte kürzlich viel Aufmerksamkeit. Wie Robert Prosinecki bekanntgab, lehnt Simunovic die Berufung zur Nationalmannschaft ab, in der Hoffnung mit Kroatien zur WM fahren zu können. Doch die FIFA macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Ein Kommentar.

Das Traurigste an unserer Nationalmannschaft ist, dass die Fans größere Patrioten sind als die Spieler. Tatsache ist, dass nicht wenige Spieler die Nationalmannschaft als Sprungbrett sehen, um sich für bessere Vereine zu empfehlen, anstatt sich für das Trikot zu zerreisen. Das spricht Bände über uns.

Immer wieder werden Vorwürfe laut, dass einige Spieler, die es geschafft haben, in der Nationalmannschaft eine schlechtere Leistung zeigen, als im Verein. Doch warum ist das so? Nun, wieso sollten sich diese Stars die Mühe geben, wenn sie Mitspieler haben, für welche die Nationalmannschaft lediglich zweite Wahl ist?

Doch zurück zum Thema Jozo Simunovic. Er lehnt es ab, für Bosnien zu spielen, da er auf eine Einladung Kroatiens hofft, um doch noch auf den WM-Zug aufspringen zu können. Doch er war offensichtlich nicht so richtig mit den FIFA-Statuten bekannt: hat man seine sportliche Nationalität ein Mal geändert, kann man es nicht ein zweites Mal machen. Da er vorher bereits für die kroatischen Jugendmannschaften gespielt hat und sich für Bosnien entschied, kann er nicht mehr zurück. Doch das ist halb so wild, denn in Kürze wird er für uns spielen wollen, da er keine andere Wahl hat.

Doch was das Ganze noch schlimmer macht: wir werden ihn mit offenen Armen empfangen. Er ist nicht der Erste, aber auch nicht der Letzte, der das abzieht. Schnell vergessen wir Izet Hajrovic. Damals haben ihn Edin Dzeko und Emir Spahic gebeten für uns zu spielen, doch er wartete auf eine Einladung von der Schweiz. Als er erkannte, dass diese nicht mehr kommt, hat er sich für Bosnien entschieden. Wie sollen wir sowas auch ablehnen? Willkommen, majstore!

Ist es nicht besser, dass Spieler, die nicht für uns spielen wollen, das auf eine anständige Art und Weise zum Ausdruck bringen, als dass unsere Nationalmannschaft aus Söldnern besteht? Wir haben sowieso nicht sehr viel erreicht mit diesen Stars, die für andere zu schlecht waren. Ohne sie werden wir auch nicht sehr viel schlechter sein.

Und während jungen bosnischen Spielern der Traum verwehrt bleibt, für ihre Heimat zu spielen, kümmern wir uns lieber um “fremde” Spieler, für die wir nur zweite Wahl sind.

 

Von Amra Kajtazovic

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